Schlitteln und Skifahren in Jaun mit Kindern
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Skifahren in Jaun mit Kindern: Magic Pass & Schlitteln

Ein Skigebiet, in dem die Kinder in Ruhe ihre ersten Schwünge üben können und sich der Skitag danach noch mit einer kleinen Schlitteltour verbinden lässt? Genau das habe ich in Jaun im Greyerzerland gefunden.

Bevor ich mit den Kindern nach Jaun gefahren bin, hatte ich das Skigebiet bereits alleine ausprobiert. Ich wollte vorher wissen, wie die Pisten sind und ob sie für die Kinder geeignet sind. Die Abfahrten an der grossen Bahn fand ich für ihren damaligen Stand noch etwas zu anspruchsvoll. Deshalb blieben wir bei diesem Ausflug zunächst unten im Anfängerbereich.

Und das war eine richtig gute Entscheidung.

Tellerlifte im Skigebiet Jaun für Kinder

Direkt beim Parkplatz gibt es zwei kleine Tellerlifte, an denen die Kinder selbstständig üben konnten. Nachdem sie dort einige Stunden Ski gefahren waren und langsam müde wurden, hatte ich noch eine andere Idee: Ich nahm unseren Schlitten und fuhr mit ihnen mit dem Sessellift nach oben.

So wurde aus einem einfachen Skitag noch ein kleines Winterabenteuer mit Schlitteltour.

Auf einen Blick

Ort: Jaun, Kanton Freiburg
Jahreszeit: Winter
Aktivitäten: Skifahren und Schlitteln
Geeignet für: Familien und Ski-Anfänger
Anfängerbereich: Zwei Tellerlifte und ein kleiner Zauberteppich
Magic Pass: Bei meinem Besuch für alle genutzten Lifte gültig
Schlitten: Eigener Schlitten konnte kostenlos auf dem Sessellift mitgenommen werden; Schlittenverleih vor Ort möglich
Schlitteltour: Nach der Bergfahrt etwa 10–15 Minuten zu Fuss bis zum Start der Schlittelstrecke
Rückweg: Nach der Abfahrt etwa 15–20 Minuten zu Fuss zurück zum Parkplatz
Van: Stellmöglichkeiten für Vans/Camper sind vorhanden; bei diesem Ausflug war ich mit den Kindern allerdings mit dem Auto dort
Wichtig: Für die Schlitteltour Verpflegung und Getränke mitnehmen

Warum ich Jaun zuerst alleine ausprobiert habe

Bevor ich mit den Kindern in ein neues Skigebiet fahre, finde ich es hilfreich, ungefähr zu wissen, was mich dort erwartet. Gerade als sie noch am Anfang standen, wollte ich vermeiden plötzlich mit ihnen auf einer Piste zu landen, die für sie viel zu schwierig ist.

Deshalb war ich zuvor schon einmal alleine in Jaun Skifahren und konnte mir die verschiedenen Bereiche in Ruhe anschauen.

Die Abfahrten beim Gastlosen Express fand ich für die Kinder damals noch etwas zu steil. Mittlerweile sind sie deutlich sicherer auf den Ski unterwegs und ich kann mir gut vorstellen, dass ich diese Pisten bei meinem nächsten Besuch auch mit ihnen ausprobieren werde.

Für diesen gemeinsamen Skitag konzentrierte ich mich aber auf den unteren Bereich – und genau dort hat mich Jaun für Kinder wirklich überzeugt.

Skifahren in Jaun mit dem Magic Pass

Ein weiterer Grund für meinen Ausflug nach Jaun war der Magic Pass. Bei meinem Besuch war er für alle Lifte gültig, die ich mit den Kindern an diesem Tag genutzt habe – sowohl beim Skifahren als auch später für die Auffahrt mit dem Sessellift zum Schlitteln.

Ich konnte den Tag ganz entspannt gestalten: zuerst Skifahren an den kleinen Liften und später spontan noch etwas anderes unternehmen.

Genau für solche Tage mag ich den Magic Pass besonders. Ich muss nicht möglichst viele Pistenkilometer sammeln, damit sich eine Tageskarte «gelohnt» hat, sondern kann verschiedene Aktivitäten miteinander verbinden und danach entscheiden, worauf die Kinder gerade noch Lust haben.

Zwei Tellerlifte direkt beim Parkplatz – perfekt für Anfänger

Mein persönliches Highlight in Jaun waren tatsächlich nicht die grossen Pisten, sondern die beiden Tellerlifte direkt beim Parkplatz.

Zusätzlich gibt es einen kleinen Zauberteppich. Ich fand die Tellerlifte für die Kinder aber einfach genial.

Dort konnten sie nicht nur das Skifahren üben, sondern auch immer selbstständiger mit dem Lift zurechtkommen. Nach einer Weile hatten sie den Ablauf verstanden: Teller nehmen, hochfahren, oben aussteigen und wieder hinunterfahren.

Und dann gleich noch einmal. Und noch einmal und natürlich gab es grossen Applaus von Mama.

Sie hatten damit einige Stunden Freude und wurden mit jeder Abfahrt selbstständiger und auch waghalsiger.

Natürlich blieb ich in der Nähe und habe selbst ein paar Schwünge gemacht. Gleichzeitig war der Bereich so übersichtlich, dass die Kinder ihre kleinen Abfahrten schon ziemlich selbstständig machen konnten.

Praktisch beim Skifahren in Jaun mit Kindern: Das Auto steht gleich in der Nähe

Was zunächst wie eine Kleinigkeit klingt, fand ich ebenfalls richtig praktisch: Der Parkplatz liegt direkt beim Anfängerbereich.

Wer mit Kindern Ski fahren geht, weiss, wie viel Ausrüstung dabei zusammenkommt. Handschuhe, Helm, Skibrille, Ersatzkleidung, Getränke, Snacks – und trotzdem fehlt irgendwann genau das, was gerade gebraucht wird.

Da ist es Gold wert, wenn das Auto nicht irgendwo weit entfernt steht.

Auch für mich war das angenehm. Ich konnte jederzeit schnell etwas holen und musste nicht die gesamte Ausrüstung für den ganzen Tag mitschleppen.

Wenn die Kinder müde werden, ist für mich Schluss mit Skifahren

Nach einigen Stunden merkte ich, dass die Kinder langsam müde wurden.

Das ist für mich meistens der Moment, an dem ich nicht versuche, unbedingt noch weitere Abfahrten herauszuholen. Sie hatten einige Stunden richtig Freude am Skifahren gehabt – und genau so sollte der Tag für sie auch in Erinnerung bleiben.

Es war ungefähr gegen 14:30 Uhr und noch etwas Zeit übrig.

Und da ich unseren Schlitten im Auto hatte, kam mir die Idee, den Skitag mit etwas völlig anderem abzuschliessen.

Also packte ich den Schlitten und fuhr mit den Kindern noch einmal auf den Berg.

Mit dem Schlitten auf den Sessellift

Den eigenen Schlitten konnte ich bei meinem Besuch kostenlos auf dem Sessellift mit nach oben nehmen.

Das fand ich richtig praktisch.

Wer keinen eigenen Schlitten dabeihat, kann trotzdem schlitteln gehen. Bei meinem Besuch bestand auch die Möglichkeit, vor Ort einen Schlitten auszuleihen.

Ich hatte unseren eigenen dabei und fuhr damit zusammen mit den Kindern nach oben.

Oben angekommen beginnt die Schlittelfahrt allerdings nicht sofort.

Erst ein kleiner Winterspaziergang durch den Schnee

Von der Bergstation aus läuft man zunächst ungefähr 10 bis 15 Minuten auf einem Winterwanderweg leicht bergauf.

Nach einigen Stunden auf den Ski war es schön, noch ein Stück mit den Kindern durch den Schnee zu laufen. Es fühlte sich dadurch nicht einfach nach einer weiteren Abfahrt an, sondern fast wie eine kleine Wintertour.

Nach ungefähr zehn Minuten kamen wir an einer grossen Bank vorbei. Ein perfekter Platz für eine kurze Pause und um das wunderschöne Bergpanorama zu geniessen. Ab hier beginnt dann die eigentliche Schlittelabfahrt und der Teil, auf den sich die Kinder am meisten freuten.

Dann ging es endlich mit dem Schlitten hinunter.

Und ja – wir sassen tatsächlich zu dritt auf einem Schlitten.

Die Schlittelstrecke empfand ich mit den Kindern als familienfreundlich und nicht zu steil. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass ich eine besonders schwierige oder extrem schnelle Strecke mit ihnen hinunterfahren müsste.

Nach dem Skifahren war das ein richtig schöner Abschluss des Tages.

Verpflegung unbedingt selbst mitnehmen

Einen Punkt sollte man für die Schlitteltour allerdings wissen:

Unterwegs gibt es keine Einkehrmöglichkeit.

Getränke und etwas zu essen würde ich deshalb unbedingt in den Rucksack packen. Gerade nach einigen Stunden Skifahren und dem anschliessenden Spaziergang durch den Schnee kann der Hunger bei Kindern ziemlich plötzlich kommen.

Die grosse Bank unterwegs eignet sich wunderbar für eine kleine Pause – den dazugehörigen Snack muss man allerdings selbst mitbringen.

Nach dem Schlitteln noch zurück zum Parkplatz

Nach der eigentlichen Schlittelabfahrt ist der Ausflug noch nicht ganz vorbei.

Von dort, wo ich mit den Kindern und dem Schlitten unten ankam, liefen wir noch ungefähr 15 bis 20 Minuten zurück zum Parkplatz.

Diesen zusätzlichen Weg sollte man im Hinterkopf behalten, vor allem wenn die Kinder nach dem Skifahren und Schlitteln schon müde sind.

Ich fand ihn aber gut machbar und für mich gehörte er einfach zu unserer kleinen Wintertour dazu.

Skifahren und Schlitteln in Jaun mit Kindern an einem Tag – würde ich es wieder machen?

Ja, auf jeden Fall.

Ich würde Skifahren und Schlitteln in Jaun sogar ganz bewusst wieder miteinander kombinieren.

Gerade mit Kindern muss ein Skitag für mich nicht bedeuten, dass ich morgens als Erste mit ihnen auf der Piste stehe und bis zum letzten Lift durchfahre.

Einige Stunden Skifahren können völlig ausreichen.

Und wenn danach noch Energie da ist, finde ich es viel schöner, noch etwas anderes zu erleben. In Jaun hat diese Mischung perfekt funktioniert: zuerst einige Stunden im übersichtlichen Anfängerbereich und danach noch eine kleine Schlitteltour.

Für Kinder, die gerade anfangen Ski zu fahren, fand ich besonders die beiden Tellerlifte beim Parkplatz genial. Wer schon etwas sicherer unterwegs ist, kann natürlich auch die weiteren Pisten des Skigebiets erkunden.

Bei meinem nächsten Besuch mit den Kindern werde ich vermutlich genau das ausprobieren.

Jaun im Winter mit dem Van

Obwohl ich an diesem Tag mit dem Auto nach Jaun gefahren bin, ist der Ort auch für einen Ausflug mit dem Van interessant.

In Jaun gibt es Stellplätze direkt an der Gastlosen Talstation für Vans beziehungsweise Camper. Ich hätte den Ausflug also grundsätzlich auch mit einer Übernachtung im Van verbinden können. Ein Stromanschluss wäre auch möglich gewesen.

Ein Winterwochenende mit dem Van, Skifahren und Schlitteln könnte ich mir für einen zukünftigen Besuch sehr gut vorstellen.

Mein Fazit: Skifahren in Jaun mit Kindern

Der Wintertag in Jaun war genau die Art von Ausflug, die ich mit den Kindern besonders mag: unkompliziert, abwechslungsreich und ohne den Druck, möglichst viele Pistenkilometer sammeln zu müssen.

Besonders überzeugt haben mich die zwei Tellerlifte direkt beim Parkplatz. Für die Kinder waren sie damals ideal, um ihre ersten selbstständigeren Abfahrten zu üben und immer sicherer auf den Ski zu werden.

Der Tellerlift-Einstieg in Jaun direkt neben dem Parkplatz

Und für mich war es schön zu sehen, wie sie irgendwann selbstständig mit dem Tellerlift hochfuhren und wieder herunterkamen.

Die Schlitteltour am Nachmittag machte den Tag dann komplett.

Mit dem Sessellift und unserem Schlitten hinauf, ein Stück durch den Schnee laufen, unterwegs kurz Pause machen und anschliessend gemeinsam ins Tal schlitteln – das war ein richtig schöner Abschluss.

Deshalb würde ich es beim nächsten Mal genauso machen:

Einige Stunden Skifahren mit den Kindern, danach Schlitteln – und aus einem normalen Skitag wird ein kleines Winterabenteuer.

Noch mehr Jaun entdecken: die Gastlosen im Sommer

Jaun lohnt sich nicht nur im Winter.

Im Sommer zeigt sich die Region rund um die Gastlosen von einer völlig anderen Seite. Die markante Bergkette und die Wanderwege rundherum machen Jaun auch ohne Schnee zu einem tollen Ausflugsziel.

Wenn du Jaun auch im Sommer entdecken möchtest, findest du hier meinen Erfahrungsbericht zur Gastlosenrunde bei Jaun mit Route, Eindrücken und meinen persönlichen Tipps zur Wanderung.

Gastlosenrunde bei Jaun: Wandern rund um die Gastlosen

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