Guggershörnli Wanderung: Kurze Tour ab Guggisberg
Die Guggershörnli Wanderung ab Guggisberg ist kurz, führt aber fast durchgehend bergauf. Ich bin an einem warmen Septemberabend spontan losgefahren und war überrascht, wie viel es auf den gut zwei Kilometern zu entdecken gibt.
Kurz vor dem Wald warten drei grosse Holzsessel mit Aussicht, unterwegs stehen zwischen den Kehren immer wieder Bänkli und weiter oben liegt eine schöne Feuerstelle mit überdachter Hütte. Die letzten Meter auf das Guggershörnli führen über eine steile Holztreppe hinauf.
Für den Rückweg bin ich auf demselben Weg wieder nach Guggisberg gelaufen. Bei mir ging dabei gerade die Sonne unter – ein schöner Abschluss für diese spontane kleine Wanderung.

Guggershörnli Wanderung auf einen Blick
Start und Ziel: Guggisberg
Gipfel: Guggershörnli, 1’283 m
Strecke: 2,31 km hin und zurück
Höhenmeter: 159 hm
Gehzeit: ca. 1 Stunde
Weg: gleicher Weg hin und zurück
Schwierigkeit: kurzer, aber durchgehend ansteigender Weg; steile Treppen zum Gipfel
Mit Kindern: abhängig von Alter, Kondition und Schwindelfreiheit
Feuerstelle: kurz vor dem Gipfel, mit überdachter Hütte und Sitzplätzen
Parken: mehrere Parkplätze am Dorfeingang von Guggisberg
Einkehrmöglichkeit: Hotel Restaurant Sternen in Guggisberg mit Aussenterrasse und Aussicht
ÖV: Bushaltestelle Guggisberg, Post
Distanz, Höhenmeter und Gehzeit stammen von meiner eigenen Touraufzeichnung.
Das Guggershörnli liegt oberhalb von Guggisberg im Naturpark Gantrisch. Der Gipfel erreicht 1’283 Meter.
Parken in Guggisberg
Direkt am Dorfeingang befinden sich mehrere Parkplätze, von denen aus ich meine Wanderung gestartet habe. Bei meinem Besuch gab es dort keine Parkuhr.

Von hier geht es zu Fuss durch beziehungsweise am Dorf vorbei und anschliessend hinauf Richtung Guggershörnli. Wer mit dem öffentlichen Verkehr anreist, kann bei Guggisberg, Post starten.
Von Guggisberg hinauf zum Guggershörnli
Schon kurz nach dem Start merkt man, dass die kurze Distanz etwas täuscht. Der Weg führt auf dem Hinweg praktisch ständig bergauf.

Der Aufstieg ist Teil des Vreneli-Wägs. Dieser führt von Guggisberg am Südhang hinauf zum Guggershörnli und anschliessend je nach Variante weiter Richtung Walenhaus oder Schwendelberg und Riffenmatt. Der gesamte Themenweg ist deutlich länger als meine kurze Tour.
Ich bin nur bis zum Guggershörnli gewandert und anschliessend auf demselben Weg wieder zurück.
Holzliegen mit Aussicht über das Schwarzenburgerland
Noch bevor der Weg in den Wald führt, kommt man an einem besonders schönen Platz vorbei. Dort stehen drei grosse Holzliegen, von denen aus man weit über die Landschaft schauen kann.
Ich war am frühen Abend unterwegs und fand gerade diesen Platz richtig schön. Wenn man nicht nur möglichst schnell zum Gipfel laufen möchte, lohnt es sich, hier ein paar Minuten zu bleiben.

Feuerstelle Guggershörnli mit überdachter Hütte
Kurz vor dem Guggershörnli wartet noch eine Überraschung: Eine grosse Feuerstelle mit einer überdachten Hütte.

Drinnen befinden sich zwei grosse Tische mit Bänken. Auch vor der Feuerstelle gibt es eine Bank.
Die Feuerstelle Guggershörnli wird von Guggisberg Tourismus unterhalten und ist offiziell als Schweizer Familie Feuerstelle ausgezeichnet. Es gibt rund 16 Sitzplätze, einen Grillrost, eine Überdachung und normalerweise bereitgestelltes Feuerholz. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Damit lässt sich aus der kurzen Wanderung auch gut ein längerer Ausflug machen. Wer etwas zum Grillieren mitnimmt, kann hier vor oder nach dem Gipfel eine Pause einlegen.
Wichtig: Vor dem Feuermachen immer die aktuelle Waldbrandlage und Hinweise vor Ort beachten.

Die letzten Treppen auf das Guggershörnli
Der letzte Abschnitt unterscheidet sich deutlich vom bisherigen Wanderweg.
Zum Gipfel führt eine steile und teilweise enge Holztreppe direkt am Felsen hinauf. Rechts und links geht es stellenweise deutlich in die Tiefe. Wer ganz nach oben möchte, sollte deshalb schwindelfrei sein.
Ich hatte bei diesem Abschnitt selbst etwas Bammel. Vor allem die Vorstellung, dass die Konstruktion direkt am Felsen befestigt ist, war für mich erst einmal gewöhnungsbedürftig. Die Treppe selbst machte auf mich aber einen sehr stabilen Eindruck.

Oben gibt es Sitzgelegenheiten und Panoramatafeln.
Wer sich auf der Treppe nicht wohlfühlt, muss den letzten Abschnitt nicht machen. Schon auf dem Weg und rund um die Feuerstelle bekommt man viel von der Landschaft mit.
Aussicht vom Guggershörnli
Oben angekommen hat man eine weite Aussicht über das Schwarzenburgerland und den Naturpark Gantrisch. Bei klarer Sicht reicht das Panorama laut Naturpark Gantrisch bis zu den Freiburger Alpen und zum Bielersee.

Ich war am Abend oben. Dadurch hatte ich auf dem Rückweg noch einmal ganz anderes Licht als beim Aufstieg.

Guggershörnli mit Kindern – ist die Wanderung geeignet?
Ich war bei dieser Wanderung ohne meine Kinder unterwegs. Deshalb möchte ich sie nicht pauschal als einfache Familienwanderung einstufen.
Die Strecke ist zwar kurz, der Hinweg führt aber fast ständig bergauf. Auf meiner Tour kamen auf insgesamt 2,31 Kilometern 159 Höhenmeter zusammen. Für kleinere Kinder kann das durchaus anstrengend werden. Bei grösseren Kindern, die gerne wandern und entsprechend motiviert sind, kann ich mir die Tour gut vorstellen.
Besonders unterscheiden würde ich zwischen dem normalen Wanderweg und dem letzten Aufstieg auf den Gipfel. Die Holztreppe ist steil und eng, seitlich geht es teilweise weit hinunter. Für den Gipfelaufstieg sollten Kinder sicher auf den Beinen sein und mit Höhe zurechtkommen.
Die Feuerstelle bietet ausserdem eine gute Alternative: Man kann bis dorthin wandern, grillieren und je nach Situation entscheiden, wer noch ganz nach oben möchte.
Einkehren im Hotel Restaurant Sternen in Guggisberg
Wer nach der Wanderung noch etwas essen oder trinken möchte, kann im Hotel Restaurant Sternen in Guggisberg einkehren. Besonders schön ist die Aussenterrasse mit der weiten Aussicht. Wer länger in der Region bleiben möchte, kann im Sternen auch übernachten.

Mein Fazit zur Guggershörnli Wanderung
Ich bin an diesem Abend ziemlich spontan losgefahren und war überrascht, wie viel auf dieser kurzen Strecke zusammenkommt. Der Aufstieg ist zwar steiler, als die gut zwei Kilometer vermuten lassen, dafür gibt es unterwegs immer wieder Bänkli und schöne Plätze für eine Pause.
Besonders gefallen haben mir die Holzsessel mit Aussicht und die grosse Feuerstelle kurz vor dem Gipfel. Die steile Treppe auf das Guggershörnli hat mich etwas Überwindung gekostet, oben war ich dann aber froh, dass ich sie hochgegangen bin.
Für den Rückweg habe ich denselben Weg genommen. Mit dem Sonnenuntergang über dem Schwarzenburgerland war das ein richtig schöner Abschluss für meinen spontanen Abend in Guggisberg.
Noch mehr Ausflugsideen
Noch mehr Orte, die ich selbst besucht habe, findest du in meinem Auf und Los Ausflugsfinder. Dort kannst du Wanderungen, Familienausflüge, Campingplätze und weitere Ziele auf der Karte entdecken und passend zu deinen Interessen filtern.
