Kinder auf der Rinderberg-Horneggli Wanderung mit Bergpanorama
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Rinderberg-Horneggli mit Kindern: Familienwanderung mit Magic Pass

Die Wanderung Rinderberg-Horneggli war für uns etwas Besonderes: Meine Kinder waren damals noch ziemlich klein, meine jüngere Tochter gerade drei Jahre alt, und es war ihre erste richtige Wanderung.

Ich hatte vorher gelesen, dass es auf der Strecke nur wenig bergauf geht und man mit der Gondel von Zweisimmen auf den Rinderberg fahren kann. Also habe ich es mit den beiden einfach ausprobiert – und die Wanderung war traumhaft. So schön, dass ich einige Zeit später im Herbst noch einmal mit Freundinnen auf derselben Strecke unterwegs war.

Wanderung Rinderberg zum Horneggli mit Kindern

Rinderberg-Horneggli Wanderung: Die wichtigsten Daten

Die Wanderung führt vom Rinderberg über den Hornberg bis zum Horneggli oberhalb von Schönried. Laut Ferienregion Gstaad ist die Strecke 5,9 Kilometer lang. Dabei kommen lediglich 79 Höhenmeter bergauf zusammen, während es insgesamt 311 Höhenmeter bergab geht. Als reine Gehzeit werden rund zwei Stunden angegeben.

Tourendaten:

  • Strecke: Rinderberg – Hornberg – Horneggli
  • Distanz: 5,9 km
  • Aufstieg: 79 hm
  • Abstieg: 311 hm
  • Gehzeit offiziell: ca. 2 Stunden
  • Start: Bergstation Rinderberg
  • Ziel: Horneggli
  • Bergfahrt: ab Zweisimmen, gute Parkmöglichkeiten dort
  • Rückfahrt: Horneggli – Schönried mit Sessellift runter und Zug zurück nach Zweisimmen.
  • Magic Pass: ja

Die offizielle Einstufung lautet aktuell „mittel“, gleichzeitig wird die Tour ausdrücklich als familienfreundlich beschrieben.

Mit kleinen Kindern würde ich die angegebene Gehzeit allerdings nicht als Planungsgrundlage nehmen. Wir waren natürlich langsamer unterwegs und haben mehrere Pausen gemacht.

Mit der Gondel von Zweisimmen auf den Rinderberg

Wir haben das Auto in Zweisimmen abgestellt und sind von dort mit der Gondel auf den Rinderberg gefahren. Damit beginnt die Wanderung schon weit oben am Berg und man spart sich einen langen Aufstieg.

Genau das war für mich damals ausschlaggebend. Ich wollte mit den Kindern wandern, aber bei ihrer ersten richtigen Tour nicht gleich viele Höhenmeter einplanen.

Von der Bergstation führt die Route zunächst noch etwas hinauf und anschliessend weiter Richtung Horneggli. Unterwegs hat man immer wieder eine tolle Aussicht auf die umliegenden Berge.

Rinderberg Gipfelkreuz
Von der Bergstation führt ein kurzer Aufstieg zum Gipfelkreuz und zur Aussichtsplattform auf dem Rinderberg.

Meine erste richtige Wanderung mit den Kindern

Meine jüngere Tochter war damals erst drei Jahre alt. Ich wusste vorher natürlich nicht, ob sie die komplette Strecke tatsächlich laufen würde.

Deshalb war für mich von Anfang an klar, dass wir keinen Zeitdruck haben. Wir laufen so weit und so schnell, wie es mit den Kindern eben geht.

Das hat erstaunlich gut funktioniert.

Es gab unterwegs natürlich immer wieder Pausen, aber beide Kinder sind richtig gut gelaufen. Für mich war diese Tour deshalb auch etwas Besonderes: Es war das erste Mal, dass wir zusammen eine richtige Wanderung gemacht haben.

„Man muss immer gerade im Berg laufen“

Meine Kleine hatte mit drei Jahren übrigens schon ihre ganz eigene Erklärung fürs Wandern: Man muss einfach immer gerade im Berg laufen. 😄

Wenig bergauf – aber trotzdem eine richtige Wanderung

Die nur 79 Höhenmeter Aufstieg waren für uns ein grosser Vorteil. Trotzdem würde ich die Strecke nicht als Spaziergang bezeichnen.

Man ist mehrere Kilometer auf Bergwegen unterwegs, es geht auch bergab und kleine Kinder müssen entsprechend lange laufen. Dass meine Dreijährige die Tour geschafft hat, bedeutet deshalb nicht automatisch, dass die Wanderung generell „ab 3 Jahren“ geeignet ist.

Bei uns hat es gepasst. Meine Kinder waren motiviert, wir hatten keinen Zeitdruck und konnten jederzeit Pause machen.

Picknickpausen statt fester Zeitplan

Unterwegs gibt es Einkehrmöglichkeiten. Trotzdem hatte ich für die Kinder genügend Essen und Getränke im Rucksack.

Das war rückblickend genau richtig.

Ich wusste nicht, wie schnell wir vorankommen würden und wann die Kinder Hunger bekommen. Mit kleinen Kindern funktioniert „Wir laufen noch eine halbe Stunde bis zum Restaurant“ manchmal einfach nicht besonders gut.

Deshalb haben wir unsere Picknickpausen dort gemacht, wo es für uns gerade gepasst hat. Wenn Hunger kam oder eine Pause nötig war, konnten wir einfach anhalten.

Die Aussicht zwischen Rinderberg und Horneggli

Was mir von der Wanderung besonders geblieben ist, ist die Landschaft. Der Weg verläuft hoch über dem Tal und man hat einen traumhafen Blick auf die Bergwelt des Simmentals und des Saanenlands.

Die Ferienregion nennt unter anderem Wildstrubel, Rüebli und Gummfluh als sichtbare Berge entlang der Route.

Mit den Kindern war ich natürlich nicht unterwegs, um möglichst schnell am Horneggli anzukommen. Wir hatten Zeit zum Schauen, Fotografieren und Pause machen.

Bergpanorama beim Gipfelkreuz auf dem Rinderberg auf 2’079 m.

Am Horneggli wurde es dann doch noch spannend

Bis zum Horneggli lief unsere erste richtige Wanderung richtig gut.

Nur beim Zeitplan hatte ich einen entscheidenden Punkt nicht bedacht.

Als wir am Horneggli ankamen, war es ungefähr 15:40 Uhr. Auf einem Schild stand, dass der Sessellift bis 15:30 Uhr in Betrieb ist. Der Lift lief zwar noch, aber ich konnte niemanden sehen, der die Station bediente.

Ich war mit zwei kleinen Kindern unterwegs und wusste nicht, was passiert, wenn wir jetzt noch einsteigen. Würde der Lift einfach irgendwann abgestellt? Könnten wir dann noch darin sitzen?

Das wollte ich nicht riskieren.

Also entschied ich mich, mit den Kindern zu Fuss Richtung Schönried weiterzulaufen.

Zu Fuss Richtung Schönried – mit inzwischen müden Kindern

Das war dann allerdings der Teil, den wir an diesem Tag nicht mehr gebraucht hätten.

Die Kinder hatten die eigentliche Wanderung geschafft und waren inzwischen entsprechend müde. Nun mussten wir zusätzlich Richtung Tal weiterlaufen.

Irgendwann kamen wir auf eine Bergstrasse. Dort hatten wir Glück: Ein Auto hielt an und nahm uns mit hinunter nach Schönried. Vom Bahnhof Schönried konnten wir anschliessend mit dem Zug zurück nach Zweisimmen fahren, wo unser Auto stand.

So endete unsere erste Familienwanderung etwas anders als geplant – aber wir kamen gut zurück.

Was ich heute anders machen würde

Später habe ich erfahren, dass wir den noch laufenden Sessellift damals offenbar hätten benutzen können. Das hätte ich an diesem Nachmittag wirklich gerne gewusst.

Als allgemeine Regel würde ich mich darauf heute aber nicht verlassen. Gerade mit Kindern würde ich vor der Tour die aktuellen Betriebszeiten von Rinderberg und Horneggli prüfen und genügend Zeitreserve einplanen.

Aktuelle Informationen zu Rinderberg und Horneggli bei der Ferienregion Gstaad

Rinderberg-Horneggli mit Magic Pass

Für uns ist die Strecke auch deshalb interessant, weil die Bergbahnen Gstaad zum Magic Pass gehören. Rinderberg und Horneggli sind Stand 2026 im Sommerangebot enthalten.

Damit kann man in Zweisimmen mit der Gondel hinauffahren und am Ende der Wanderung mit der Horneggli-Sesselbahn nach Schönried hinunterfahren – sofern man im Gegensatz zu uns rechtzeitig beziehungsweise mit geklärter Betriebszeit dort ankommt. 😉

Magic Pass – Bergbahnen Gstaad

Ist die Rinderberg-Horneggli Wanderung mit kleinen Kindern geeignet?

Meine Erfahrung war sehr gut. Meine jüngere Tochter hat die Wanderung mit drei Jahren geschafft, obwohl es ihre erste richtige Wanderung war.

Trotzdem würde ich daraus keine feste Altersempfehlung ableiten. Kinder unterscheiden sich enorm darin, wie gerne und wie lange sie laufen.

Für uns haben vor allem drei Dinge geholfen: Der geringe Aufstieg, genügend Zeit und die Möglichkeit, jederzeit eine Essens- oder Trinkpause einzulegen.

Wer mit kleinen Kindern unterwegs ist, sollte zusätzlich genug Reserve für die letzte Bergbahn einplanen. Das habe zumindest ich seit dieser Wanderung gelernt. 😄

Eine weitere schöne Wanderung, die ich mit den Kindern gemacht haben, ist der Zwergenweg am Hasliberg.

Trampolin beim Hotel Restaurant Hornfluh am Wanderweg Rinderberg zum Horneggli
Kleiner Spielplatz beim Hotel Restaurant Hornfluh

Mein Fazit zur Rinderberg-Horneggli Wanderung mit Kindern

Für mich ist die Wanderung bis heute mit einer besonderen Erinnerung verbunden. Meine Kinder waren noch klein, meine jüngere Tochter gerade drei, und ich wusste vorher nicht, ob unsere erste richtige Wanderung funktionieren würde.

Sie hat funktioniert – sogar richtig gut.

Die Strecke zwischen Rinderberg und Horneggli war für mich ein schöner Einstieg ins Wandern mit Kindern: Wenig Aufstieg, viel Aussicht und genügend Möglichkeiten, zwischendurch einfach eine Pause einzulegen.

Nur den zusätzlichen Abstieg Richtung Schönried würde ich beim nächsten Mal gerne auslassen. 😉

Wenn du noch weitere Ausflüge mit Kindern suchst, findest du auf meiner Ausflugskarte Schweiz viele unserer selbst ausprobierten Wanderungen und Familienausflüge.

Wanderin vor Bergpanorama auf der Rinderberg-Horneggli Wanderung
Als ich im Herbst den Weg mit meinen Freundinnen gelaufen bin, war es recht frisch.

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