Freilichtmuseum Ballenberg mit Kindern auf dem Weg zu einem historischen Bauernhaus

Ballenberg mit Kindern: Ein Tag im Freilichtmuseum

Ballenberg mit Kindern zu besuchen, lohnt sich für uns immer wieder. Inzwischen waren wir innerhalb von zwei Jahren bereits dreimal dort und trotzdem haben wir längst noch nicht alles gesehen.

Das Gelände oberhalb des Brienzersees ist riesig. Historische Bauernhäuser, Werkstätten, Mühlen und andere Gebäude aus verschiedenen Regionen der Schweiz wurden hier wieder aufgebaut und können zum grossen Teil auch von innen besichtigt werden. Dazwischen gibt es Tiere, Grillstellen, Restaurants und einen richtig schönen Spielplatz im Wald.

Für mich ist das Freilichtmuseum Ballenberg deshalb viel mehr als ein Museum. Wir verbringen dort einen ganzen Tag draussen, laufen viel, entdecken immer wieder etwas Neues und die Kinder bekommen nebenbei einen Eindruck davon, wie die Menschen in der Schweiz früher gelebt und gearbeitet haben.

Ein altes Bauernhaus von innen im Freilichtmuseum Ballenberg

Bei unseren letzten beiden Besuchen konnten wir ausserdem unseren Schweizer Museumspass nutzen.

Die Schweiz an einem Tag entdecken

Was ich am Freilichtmuseum Ballenberg besonders schön finde, ist die Aufteilung des Geländes nach den verschiedenen Regionen der Schweiz.

Beim Spaziergang durch das Museum wechselt man gewissermassen von einer Region in die nächste. Dort stehen die jeweils typischen historischen Gebäude. So sieht man schnell, wie unterschiedlich Häuser, Höfe und das Leben früher je nach Gegend waren.

Es gibt Bauernhäuser und stattliche Wohnhäuser, Scheunen, Ställe, Mühlen, Werkstätten und viele weitere Gebäude.

Dabei schaut man sich die Häuser nicht nur von aussen an. In sehr viele kann man hineingehen und durch die verschiedenen Räume laufen. Man sieht alte Küchen, Schlafräume, Arbeitsbereiche, Werkzeuge und Einrichtungen.

Teilweise werden auch Filme gezeigt und es gibt Möglichkeiten, sich hinzusetzen und noch etwas mehr über das frühere Leben zu erfahren.

Für die Kinder ist das wunderbar. Sie müssen nicht lange vor einer Vitrine stehen und etwas anschauen, sondern können selbst durch die alten Häuser laufen und entdecken, was sich hinter der nächsten Tür befindet.

Ein alter Herd in einer alter Küche im Freilichtmuseum Ballenberg

Das Freilichtmuseum Ballenberg mit Kindern – Museum ohne Langeweile

Ein klassischer Museumsbesuch kann mit Kindern manchmal anstrengend werden. Das Freilichtmuseum Ballenberg empfinde ich ganz anders.

Wir sind die meiste Zeit draussen und bewegen uns ständig. Dann entdecken wir ein neues Haus, gehen hinein, schauen uns etwas an und laufen anschliessend weiter.

Zwischendurch begegnen uns immer wieder Tiere. Auf dem Gelände leben unter anderem Pferde, Schafe, Ziegen und Hasen. Einen klassischen Streichelzoo gibt es nicht, aber für meine Kinder gehören die Tiere trotzdem zu jedem Besuch dazu.

Und weil das Gelände so gross ist, verteilt sich alles sehr schön. Man kann sich Zeit lassen und den Tag so gestalten, wie es gerade passt.

Einen ganzen Tag für Ballenberg einplanen

Für einen Besuch würde ich wirklich einen ganzen Tag reservieren.

Natürlich kann man auch nur einige Stunden bleiben. Aber wenn man schon dort ist, finde ich es schade, durch das Gelände zu hetzen.

Wir waren inzwischen dreimal im Ballenberg und haben trotzdem noch nicht das Gefühl, alles gesehen zu haben. Beim nächsten Besuch können wir wieder andere Wege nehmen und neue Häuser entdecken.

Man muss also gar nicht versuchen, an einem Tag möglichst jedes Gebäude abzuhaken.

Mit der Ballenberg-Bahn durch das Freilichtmuseum

Wer nicht die ganze Strecke zu Fuss zurücklegen möchte, kann einen Teil des Weges mit der Ballenberg-Bahn fahren, die durch das Gelände fährt.

Sie verbindet verschiedene Bereiche des weitläufigen Museums und hält unterwegs an mehreren Stationen, an denen man ein- und aussteigen kann.

Mit Kindern kann das praktisch sein, wenn die Beine irgendwann müde werden. Gleichzeitig ist die Fahrt selbst schon eine kleine Abwechslung.

Wir gehen trotzdem gerne viel zu Fuss, denn unterwegs gibt es immer wieder etwas zu entdecken. Die Bahn ist aber eine schöne Möglichkeit, einen längeren Abschnitt zu überbrücken.

Unser Lieblingsplatz: der Spielplatz im Wald

Ein Highlight für meine Kinder ist der Spielplatz im Wald.

Nach all den Häusern, Tieren und Wegen können sie dort einfach spielen und sich austoben. Besonders die grosse Rutsche kommt bei ihnen gut an.

Ich finde die Kombination ideal: Ballenberg ist für die Kinder interessant und lehrreich, ohne dass sich der Tag nach einem Lernprogramm anfühlt.

Sie sehen, wie Menschen früher gewohnt haben, entdecken alte Berufe und Gebäude und bekommen ganz nebenbei einen Einblick in die Geschichte der Schweiz. Danach geht es wieder nach draussen zum Spielen.

Grillieren im Freilichtmuseum Ballenberg

Für die Mittagspause packen wir am liebsten etwas zum Grillieren ein.

Auf dem Gelände gibt es verschiedene Grillstellen, sodass sich ein Picknick sehr gut in den Museumsbesuch integrieren lässt.

Mein Tipp: Wurst und etwas für die Grillpause einpacken.

Am Eingang kann man auch frisches Bauernbrot kaufen. Bei unseren Besuchen war das allerdings beliebt und am Morgen teilweise schnell vergriffen. Wenn ihr gerne Brot zum Grillieren möchtet, würde ich deshalb entweder früh danach schauen oder einfach selbst welches mitbringen.

Wer nicht grillieren möchte, findet auf dem Gelände ausserdem verschiedene Möglichkeiten zum Einkehren.

Anreise und Parken beim Ballenberg

Wir sind bisher mit dem Auto oder dem Van angereist und das hat unkompliziert funktioniert. Beim Freilichtmuseum gibt es Parkmöglichkeiten für Autos und grössere Fahrzeuge, sodass wir bei unseren Besuchen problemlos einen Platz gefunden haben.

Ballenberg ist aber auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Wer in der Region Brienz, Meiringen oder Interlaken Ferien macht, kann deshalb gut prüfen, ob sich die Anreise mit dem Bus anbietet.

Da das Gelände sehr weitläufig ist, würde ich vor allem eines empfehlen: morgens nicht zu spät starten. Je mehr Zeit man mitbringt, desto entspannter wird der Tag.

Mit dem Schweizer Museumspass ins Ballenberg

Bei unseren letzten beiden Besuchen hatten wir den Schweizer Museumspass, den ich für uns gekauft hatte.

Mit dem Museumspass gehen wir viel spontaner in ein Museum. Wenn wir wieder Lust auf Ballenberg haben, können wir einfach hinfahren, ohne jedes Mal über den Eintritt nachzudenken.

Vor einem Besuch würde ich trotzdem immer kurz die aktuellen Bedingungen und die gültigen Eintritte auf den offiziellen Seiten prüfen.

Lohnt sich Ballenberg mit Kindern?

Für uns ganz klar ja.

Wir waren innerhalb von zwei Jahren bereits dreimal dort und ich kann mir gut vorstellen, Ballenberg weiterhin ein- oder zweimal im Jahr zu besuchen.

Gerade weil das Gelände so gross ist, fühlt sich ein weiterer Besuch nicht nach einer Wiederholung an. Wir können andere Wege nehmen, neue Gebäude anschauen oder einfach bei unseren Lieblingsorten länger bleiben.

Für meine Kinder ist Ballenberg ein Ausflug mit Tieren, alten Häusern, Entdeckungen und einem tollen Spielplatz. Gleichzeitig lernen sie ganz nebenbei etwas darüber, wie die Menschen in der Schweiz früher gewohnt, gearbeitet und gelebt haben.

Melkversuche von Kindern im Freilichtmuseum Ballenberg

Ballenberg mit einem Aufenthalt am Brienzersee verbinden

Das Freilichtmuseum liegt in einer Region, in der sich problemlos mehrere schöne Familientage verbringen lassen.

Wenn ihr mehrere Tage rund um Brienz und Meiringen seid, könnt ihr Ballenberg zum Beispiel mit einem weiteren Ausflug zur Aareschlucht mit Kindern verbinden. Dort führt der Weg auf Stegen und durch Tunnel durch die enge Schlucht und für Kinder gibt es zusätzlich den Tatzi Themenweg.

Auch der Zwergenweg Hasliberg ist eine schöne Idee für einen weiteren Tag. Dort geht es von der Mägisalp nach Bidmi mit Zwergenhäuschen, Spielstationen und einem grossen Spielplatz am Ende.

So lassen sich in der Region Natur, Wandern und Museum sehr schön miteinander kombinieren.

Mein Fazit zum Freilichtmuseum Ballenberg mit Kindern

Ballenberg gehört für mich zu den Ausflugszielen, die man nicht nur einmal besuchen sollte.

Wir kennen das Freilichtmuseum inzwischen von drei Besuchen und entdecken trotzdem jedes Mal etwas Neues. Ich mag besonders, dass wir fast den ganzen Tag draussen verbringen und die Kinder nicht einfach nur zuschauen müssen. Sie laufen durch alte Häuser, entdecken Tiere, sehen, wie früher gearbeitet wurde, und können zwischendurch auf dem Spielplatz herumtoben.

Dazu eine Wurst vom Grill und ein Stück Bauernbrot und für uns ist der Tag perfekt.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass unser dritter Besuch nicht der letzte gewesen ist.

Gut zu wissen

Ort: Hofstetten bei Brienz, Berner Oberland
Zeit einplanen: Am besten einen ganzen Tag
Mit Kindern: Für mich sehr empfehlenswert
Gelände: Sehr weitläufig, mit vielen historischen Gebäuden aus unterschiedlichen Regionen der Schweiz
Tiere: Verschiedene Nutz- und Bauernhoftiere, aber kein Streichelzoo
Spielplatz: Grosser Spielbereich im Wald
Verpflegung: Restaurants und Grillstellen auf dem Gelände
Mein Tipp: Grillgut mitbringen und nach Möglichkeit früh nach dem frischen Bauernbrot schauen
Anreise: Mit Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln möglich
Museumspass: Wir konnten bei unseren letzten beiden Besuchen unseren Schweizer Museumspass nutzen. Aktuelle Bedingungen am besten vor dem Besuch prüfen.

Aktuelle Informationen zum Freilichtmuseum Ballenberg

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