Camping in Gstaad: Hallenbad, Alpenruhe-Spielplatz und Wispile
Camping Gstaad: Für unser spontanes Wochenende im Berner Oberland haben wir eine Übernachtung auf dem Campingplatz Bellerive mit einem Besuch im Hallenbad, dem Alpenruhe-Spielplatz und einem Ausflug auf die Wispile verbunden.
Wir sind erst am Samstagnachmittag mit unserem Camper losgefahren und haben trotzdem zwei abwechslungsreiche Tage erlebt.
Samstag: Badespass im Hallenbad Gstaad
Unser Wochenende begann im Sportzentrum Gstaad. Wir kamen erst am späteren Nachmittag an und hatten bis zur Schliessung um 19 Uhr noch ungefähr zwei Stunden Zeit.
Das reichte völlig aus, um ausgiebig zu baden. Besonders die Wasserrutsche hatte es meinen beiden Töchtern angetan. Sie konnten gar nicht genug davon bekommen und waren entsprechend schwer wieder aus dem Wasser zu bekommen.
Das Hallenbad war ein schöner Einstieg ins Wochenende. Wenn man erst am Nachmittag anreist, lässt sich ein Besuch gut einplanen.
Praktisch war auch, dass wir direkt beim Sportzentrum kostenlos parkieren konnten. Ob das an der Uhrzeit oder am Wochenende lag, weiss ich allerdings nicht.
Camping Gstaad: Unsere Erfahrungen mit dem Campingplatz Bellerive
Für unsere Übernachtung hatte ich uns bereits telefonisch auf dem Campingplatz Bellerive angemeldet. Bei unserer Ankunft konnten wir unkompliziert auf den Platz fahren und uns selbst einen Stellplatz aussuchen.
Es war inzwischen allerdings stockdunkel. Unsere Taschenlampen waren deshalb sehr hilfreich, um uns auf dem Gelände zurechtzufinden und alles für die Nacht vorzubereiten.
Während ich den Camper einrichtete und den Strom anschloss, konnten sich die Kinder noch kurz im Aufenthaltsraum beschäftigen. Diesen hatten ich zuvor auf der Website entdeckt und nach einigem Suchen hatten wir ihn auch gefunden. Der Raum wirkte allerdings etwas in die Jahre gekommen und wenig genutzt.
Anschliessend machten wir es uns im Camper gemütlich. Ich kochte eine Suppe und wir assen gemeinsam im Van.

Frühstück auf der Wiese und frische Brötchen aus Gstaad
Am Sonntagmorgen starteten wir gemütlich in den Tag. Zuerst erledigten wir den Check-in auf dem Campingplatz und machten uns anschliessend zu Fuss auf den Weg zum Early Beck, um frische Brötchen für unser Frühstück zu holen. Der Fussmarsch dorthin dauerte ca. 15 Minuten für einen Weg.
Die Brötchen waren überraschend winzig – so kleine hatte ich tatsächlich noch nie gesehen! Aber immerhin hatten wir frisches Brot und konnten unser Frühstück draussen geniessen.
Wir setzten uns auf die Wiese direkt neben unserem Camper, frühstückten in aller Ruhe und genossen die Sonnenstrahlen.

Der Campingplatz Bellerive war für uns vor allem wegen seiner Lage praktisch. Viele Ziele in Gstaad und Saanen lassen sich von hier gut erreichen. Besonders angenehm fand ich, dass wir unseren Camper nach dem Frühstück noch stehen lassen durften, während wir einen nahe gelegenen Spielplatz besuchten.

Gut zu wissen: Camping Bellerive in Gstaad
Wir bezahlten für eine Übernachtung mit Strom und Tourismustaxe etwas mehr als 50 CHF.
Der Empfang beim Check-in war sehr freundlich. Bezahlen konnten wir bei unserem Aufenthalt allerdings nur bar. Deshalb war ich froh, dass ich am Vorabend in Gstaad noch Bargeld geholt hatte.
Die auf der Website erwähnte Ermässigung von 20 Prozent auf den Personenpreis wurde uns bei unserem Aufenthalt nicht gewährt. Auch die Gästekarte erhielten wir trotz bezahlter Tourismustaxe nicht. Je nach geltenden Bedingungen bietet diese Vergünstigungen und kostenlose Fahrten auf bestimmten Strecken des öffentlichen Verkehrs. Wem das wichtig ist, sollte unbedingt dann nachhaken.
Für unser Campingwochenende in Gstaad war der Campingplatz Bellerive vor allem wegen seiner Lage praktisch.
Alpenruhe-Spielplatz in Saanen: Spielen, Tiere und eine kleine Bahn
Nach dem Frühstück ging es zu Fuss weiter zum Alpenruhe-Spielplatz in Saanen. Vom Campingplatz aus brauchten wir ungefähr zehn Minuten. Der Weg führte uns teilweise über den schönen Philosophenweg direkt an der Saane entlang.

Der Spielplatz war eine wirklich schöne Überraschung.

Die Kinder waren sofort begeistert und konnten sich ausgiebig austoben. Die Anlage ist liebevoll gestaltet und bietet viel Platz zum Spielen und Entdecken.
Besonders schön ist die Umgebung mit den Tieren. Hier gibt es unter anderem Ziegen und Esel zu sehen, was den Besuch für Kinder noch abwechslungsreicher macht.

Mit der kleinen Bahn durch die Anlage
Am Sonntagnachmittag gab es noch ein besonderes Erlebnis: Ab 14 Uhr fuhr eine kleine Bahn durch das Gelände mit den Tieren.
Natürlich wollten meine beiden Töchter unbedingt mitfahren.

Die Tickets kosteten bei unserem Besuch nur 1 CHF pro Fahrt und konnten im nahe gelegenen Café gekauft werden.
Die Fahrt hat den Kindern besonders gut gefallen. Anschliessend gab es noch ein Eis, bevor wir zurück zum Campingplatz spazierten.

Mein Tipp: Der Alpenruhe-Spielplatz lohnt sich auch unabhängig von einer Campingübernachtung. Vor allem mit jüngeren Kindern kann man hier gut ein paar Stunden verbringen. Die kleine Bahn ist ein schönes zusätzliches Erlebnis, wenn sie in Betrieb ist. Ich habe auch gesehen, dass es direkt vor dem Spielplatz Parkmöglichkeiten gibt.

Wispile Gstaad: Mit der Gondel zum Spielplatz und Gipfelkreuz
Nachdem wir unseren Camper beim Campingplatz abgeholt hatten, fuhren wir weiter zum Parkplatz der Wispile-Bahn in Gstaad.
Von dort ging es mit der Gondel hinauf auf den Berg. Schon während der Fahrt konnten wir die Aussicht auf die umliegenden Berge geniessen.

Oben angekommen, machten wir uns zuerst auf den Weg zum Berghaus Wispile.
Spielplatz mit Bergpanorama
Direkt beim Berghaus Wispile gibt es einen schönen Spielplatz. Für meine beiden Töchter war das natürlich der erste Anlaufpunkt.

Ausserdem gibt es dort während der Saison einen kleinen Streichelzoo. Bei unserem Besuch waren die Tiere allerdings bereits ins Tal gebracht worden und der Zaun war abgebaut.
Das störte die Kinder wenig. Sie hatten auch auf dem Spielplatz genügend zu tun.

Ein kurzer Spaziergang zum Gipfelkreuz
Nach dem Spielen wollten wir noch ein Stück weiterlaufen. Vom Berghaus aus führt ein kurzer Weg zu einer Anhöhe mit Gipfelkreuz.
Wir waren nur ungefähr fünf bis zehn Minuten unterwegs und standen schon oben.

Für die Kinder war das ein kleines Gipfelerlebnis, ohne dass wir dafür eine längere Wanderung unternehmen mussten.
Oben legten wir eine Picknickpause ein und genossen die Aussicht auf die umliegende Berglandschaft.
Dieser kleine Abstecher hat sich wirklich gelohnt. In der Ferne kann man sogar den Lauenensee sehen.
Die Wispile eignet sich auch für Besucher, die keine längere Wanderung planen. Bereits rund um die Bergstation und das Berghaus gibt es einiges zu entdecken.
Wer mehr Zeit mitbringt, kann von hier aus verschiedene Wanderungen unternehmen. Bekannt ist insbesondere die Panoramawanderung in Richtung Lauenensee.
Für Familien mit jüngeren Kindern reicht aber auch ein gemütlicher Aufenthalt beim Berghaus mit Spielplatz und einem kurzen Spaziergang.
Mein Tipp: Vor allem im Herbst lohnt es sich, die Betriebszeiten der Wispile-Bahn vorab zu prüfen. Die Gondel fährt ausserhalb der Hauptsaison nicht durchgehend.
Ein abwechslungsreiches Wochenende in Gstaad ohne grosses Programm
Als wir wieder bei der Gondel ankamen, war es bereits ungefähr 16.30 Uhr. Damit war es Zeit, die Heimreise anzutreten.

Wir hatten an diesem Wochenende einiges erlebt, obwohl wir erst am Samstagnachmittag losgefahren waren.
Ein Hallenbadbesuch, eine Nacht im Camper, Frühstück im Freien, ein Spielplatz mit kleiner Bahn und zum Abschluss noch ein Ausflug auf die Wispile.
Dabei lagen die einzelnen Ziele relativ nahe beieinander. Wir mussten keine langen Strecken zurücklegen und konnten uns für die einzelnen Unternehmungen genügend Zeit lassen.
Am Sonntagabend waren wir trotzdem früh genug zu Hause, um noch in Ruhe das Abendessen zu kochen und uns auf die neue Woche vorzubereiten.
Mein Fazit: Lohnt sich ein Campingwochenende in Gstaad?
Für uns war Gstaad eine gute Wahl für einen kurzen Campingausflug im Herbst.
Besonders begeistert waren meine Kinder vom Hallenbad, dem Alpenruhe-Spielplatz mit seiner kleinen Bahn und dem Spielplatz auf der Wispile.
Mir persönlich hat vor allem der kurze Spaziergang zum Gipfelkreuz gefallen. Die Aussicht von dort oben war wunderschön und der Weg auch mit jüngeren Kindern problemlos machbar.

Der Campingplatz Bellerive hat mich nicht in allen Punkten überzeugt. Seine Lage war für unser Wochenende allerdings praktisch. Wer mit dem Camper unterwegs ist und eine Übernachtungsmöglichkeit in Gstaad sucht, kann ihn als Ausgangspunkt für Ausflüge in Betracht ziehen. Die Bahnlinie führt direkt am Campingplatz vorbei und man hört das Rauschen der Züge. Ich würde allerdings wieder kommen für ein Wochenende zum Skifahren, da der Skilift auf die familienfreundliche Eggli nur 5-10 Minuten zu Fuss entfernt ist.

Was mir an diesem Wochenende besonders gefallen hat, war die Kombination aus ganz unterschiedlichen Unternehmungen. Baden, Camping, Tiere, Spielplätze und ein kleiner Ausflug in die Berge – und das alles innerhalb von zwei Tagen.
Gstaad hat für Familien einiges zu bieten. Aber auch ohne Kinder lässt sich hier ein schönes Wochenende mit Camping, Bergbahnen, Spaziergängen und einem Besuch im Hallenbad verbringen.
Wir kommen bestimmt wieder. Vielleicht nehmen wir uns beim nächsten Mal etwas mehr Zeit für eine Wanderung auf der Wispile, einen Ausflug zum Lauenensee oder wir kommen zum Skifahren.
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